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IMAP – Serverseitige Filter und Labels

vor 3 Jahren mit einer geschätzten Lesezeit von 02:23 Minuten

Vor einigen Wochen bin ich von GMail – bzw. Google Apps for Business – auf einen “stinknormalen” E-Mail Server bei meinem Hosting-Provider umgestiegen. Wenn man das einmal gemacht hat, dann weiß man welche Bequemlichkeiten Google mit seinem E-Mail Dienst eigentlich anbietet. Alleine die Web App von Google Mail ist dem Web Mailer meines Providers haushoch überlegen.

Am meisten fehlten mir allerdings serverseitige Filter, denn die Mails fallen ins Postfach und liegen dort einfach nur rum. Da bei IMAP die Mails grundsätzlich vom Client nur “dargestellt”, aber im Großen und Ganzen nicht weiter angefasst werden, sind Regeln oder Filter wie man sie von GMail oder Exchange kennt nur schwer bis nicht möglich. Zumindestens für den Mac habe ich kein einfaches E-Mail Programm gefunden, welches mir so ein Feature angeboten hätte. Selbst wenn man dann so schwergewichtige Clients wie Mail.app oder MailMate nutzt, hat man immer noch das Problem dass zB unterwegs die Mails beim abrufen einfach nur in der Inbox aufschlagen.

Nun war ich also weg von Google, aber nicht sonderlich glücklich mit meiner Lösung. Besonders groß waren die Schmerzen immer dann, wenn mir der “Out of office” Assistent meine dienstlichen E-Mails in die private Mailbox spülte. Eher durch Zufall war mir dann der Gedanke durch den Kopf geschossen, dass man doch den Spamfilter vom Provider – in meinem Fall all-inkl.com – dazu mißbrauchen könnte E-Mails zu filtern und zu labeln. Schnell in den Web Mailer eingeloggt und siehe da, durch eigene Regeln kann man hier ähnlich flexibel – aber nicht so bequem – wie in GMail die Mails nach Bedingungen im Betreff markieren, in Ordner verschieben und so weiter. Mit einmal war ich wieder glücklich.

In meinem konkreten Anwendungsfall war dies nun eine Manipulation des Betreffs, hier wird ein “ooo” dem Betrefftext vorangestellt, außerdem wird die E-Mail in den entsprechenden Ordner einsortiert. Ein Problem ergibt sich dann jedoch: die meisten E-Mail Clients überwachen nur die Inbox und geben auch nur für diesen Ordner eine Notification. Dem kann man in iOS 7 sehr elegant entgegen wirken: holt man sich diesen Ordner über “Bearbeiten” in die Favoriten (ähnlich dem “Ungelesen” Ordner), bekommt man eine Notification auf dem Lockscreen bzw. ins Notification Center.

Auf dem Notebook nutze ich aktuell AirMail, ein ähnlich schlanker Client wie Sparrow, welcher aber seit Version 1.0 eine Unmenge an Funktionen dazu gewonnen hat. AirMail kann zwar leider noch keine einzelnen Ordner überwachen, stellt jedoch im Gegensatz zu Sparrow die Ordner angenehm übersichtlich in der Seitenleiste dar (wenn gewünscht auch farbig gekennzeichnet).

Alles in allem funktioniert E-Mail via IMAP nun wieder ähnlich gut für mich, wie einst mit GMail – auch wenn Google einiges mehr an Features bietet. Den perfekten Client – gerade unter Mac OS X – habe ich aber noch nicht gefunden, allerdings ist AirMail schon recht nah dran.

2 Kommentare

Dennis schrieb am 7. Juni 2014

Hmmm. Sorry, wenn ich das jetzt so sage, aber Du bist hier auf einen ganz falschen Weg. Die E-Mail Clients von seiten der Hoster sind i.d.R. alle nicht zu empfehlen, wenn es darum geht den Enduser anzusprechen. Google usw. sind ausschließlich an den endkunden gerichtet. Die E-Mail Möglichkeiten von seiten der Hoster richten sich aber an technisch versierte Leute, die, ganz im Sinne eines Entwicklers alles plan haben wollen und keine Bevormundung/ Vorauswahl etc. wünsche. Im Normalfall richten sich Entwickler diese Einstellungen selbst ein. Der Enduser macht dies i.d.R. nicht, das dieser nimmt, was ihm geboten wird – ähnliches Verhältnis wie zum Beispiel Apple und Windows. Während Apple sich an den Enduser richtet und alles out-of-the-box bieten möchte (was es aber auch nicht immer macht), kann und darf MS sich mit Windows das Recht rausnehmen den User zum Einlesen/ Einarbeiten der Software zu bewegen.

Die E-Mail Einstellungen, die ein Hoster somit bietet sind also bewusst so „gering“ gehalten. Wie auch sonst soll man bei jedem Hoster eine andere E-Mail Adresse zusätzlich angeben. Der gemeine E-Mail Nutzer kommt i.d.R. nicht in den Genuss seinen E-Mail Client bei einem Hoster einstellen zu müssen.

Martin schrieb am 7. Juni 2014

Leider kann ich dein Kommentar nicht so recht nachvollziehen, ich weiß nicht was du mir sagen möchtest? Sicher bin ich nicht der klassische Endanwender, außerdem habe ich genau das erreicht was ich wollte: serverseitige Regeln.

Was wäre denn dein Ansatz um mein konkretes Problem zu lösen, Dennis?

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