pixel&leben

10.9

vor 3 Jahren mit einer geschätzten Lesezeit von 02:39 Minuten

Mavericks ist keine Raubkatze, Mavericks ist ein Ort in Kalifornien. Damit bricht Apple mit einer lange Tradition, in der sie Ihre Betriebssysteme nach Raubkatzen benannt haben. Damit vorab ein bißchen Trivia.

Ich bin heute einfach mal so tollkühn und gebe nach nur einem Arbeitstag unter Mavericks ein erstes kurzes Fazit ab. Wer es etwas ausführlicher mag, der schaut bei Ars Technica und dem Bericht von John Siracusa vorbei. Erwähnenswert ist dass Mavericks kostenlos von Apple bereitgestellt wird und das nicht nur für Mountain Lion (10.8) Nutzer, sondern auch Lion (10.7) und Snow Leopard (10.6) in einem Rutsch aktualisiert werden kann.

Unter der Haube wurde einiges geschraubt, was vor allem der Leistung und Laufzeit von mobilen Geräten zu Gute kommen sollte. Allzu technisch möchte ich nicht werden, kann man alles prima in der WWDC Keynote oder auf den Webseiten anschauen. Fakt ist das Mavericks auf meinem MacBook Pro Late 2011 ordentlich performt und bisher keinerlei Probleme macht. Bei der einen oder anderen App bedarf es sicher noch an kleineren Anpassungen, hier sah ich öfter mal den Beachball, da müssen diverse Entwickler nachbessern.

Neue Funktionen gibt es auch, ich möchte kurz eins meiner Highlights hervorheben: Kalender! Der neue Kalender ist wirklich großartig und nicht nur weil man endlich sämtlichen Skeuomorphismus über Bord geworfen hat, nein, sondern weil hier wirklich sinnvolle und praktische Neuerungen eingeflossen sind. Werden Termine mit einer Adresse versehen, dann ist es möglich – ähnlich wie eine Erinnerung – die Fahrtzeit hinzuzufügen. Wählt man nun noch das Auto als Fortbewegungsmittel aus, wird die konkrete Fahrzeit berechnet und vor den Termin gerechnet bzw. dargestellt. Da ist es dann nur konsequent auch einen kleinen Kartenausschnitt und das Wetter vor Ort anzuzeigen. Fabelhaft. Warum gibt es das jetzt erst? Warum hat Outlook sowas nicht? Im Berufsalltag eine riesen Erleichterung seine Termine zu timen und warum zum Teufel kann iOS 7 das noch nicht?

Eine große Baustelle war bisher der Betrieb von zwei oder mehr Bildschirmen, vor allem wenn es dann auch noch um Anwendungen im Vollbildmodus ging. Hier hat Apple seine Hausaufgaben gemacht und so verhält sich Mavericks wie man – oder besser gesagt ich – es erwartet. Auf jedem Bildschirm können die Schreibtische gewechseln werden, jeder Bildschirm hat eine Menüleiste, Apps im Vollbild blockieren nicht mehr die restlichen Bildschirme und überhaupt ist das nun alles ziemlich nah dran an “perfekt”.

Ansonsten sind es viele Kleinigkeiten, wie zB eine kleine Anzeige welche App wieviel Leistung beansprucht, es ist die Maps App welche eine Route dirket ans iPhone schicken oder dass man auf Nachrichten direkt in der Notification antworten kann.

Im übrigen sind nun auch die iWork und iLife Apps kostenlos. Kauft man sich also ein neues Apple Gerät, bekommt man Pages, Numbers und Keynote oben drauf. Zum Vergleich: Office 365 von Microsoft kostet 99 € im Jahr. Mal davon abgesehen, dass Office auf dem iPad noch gar nicht existent ist. Man bekommt fast das Gefühl Microsoft hätte dieses “Schlachtfeld” längst aufgegeben oder zumindest sträflich vernachlässigt, denn Microsoft Office spielt meiner Meinug nach außerhalb vom Büro längst keine Rolle mehr.

Mein Fazit: das Update auf 10.9 ist gelungen. <3